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Slingsby
begann seine Arbeit an der Gull I 1937. Der Prototyp flog dann im April 1938 sehr
erfolgreich. Sie hatte einen stromlinienförmigen Rumpf mit einem eingestraakten Cockpit.
Die Sicht war jedoch durch die damals nötigen Rahmen für die transparenten
Plastikscheiben etwas eingeschränkt. Der Flügelübergang war sorgfältig ausgearbeitet.
Es wurde ein abgestrebter Knickflügel mit dem NACA 4416 an der Wurzel und dem RAF 34 an
der Spitze verwendet. An den ersten Exemplaren waren noch keine Spoiler, wurden aber
danach an allen Gull's angebracht.
Das Flugzeug
bewährte sich sehr gut und wurde recht schnell sehr beliebt. 4 Gull's nahmen an der
nationalen Meisterschaft 1938 teil. Bei diesem Wettbewerb wurde ein Preis für das erste
Segelflugzeug ausgeschrieben, das den englischen Kanal nach Frankreich hin überqueren
konnte. Aus Sicherheitsgründen wagte damals niemand den Flug. Erst im nächsten Jahr
wagte Geoffrey Stephenson den Flug von Dunstable aus. Nach 2 Stunden und 40 Minuten
landete er sicher 16 km hinter der französischen Küste.
Die Gull wurde
auch nach Amerika und Australien exportiert, wo einige bemerkenswerte Flüge damit erzielt
werden konnten.
Slingsby
entwickelte die Gull I zur III weiter, wobei er den Flügel redesignte und ihn nun ohne
Abstrebung auslegte. Die Gull III konnte Leistungsmäßig mit der Olympia verglichen
werden, hatte aber wegen dem weniger gewölbten Profil Vorteile im Schnellflug.
Hier eine der
wenigen, verbliebenen Gull III, welche standesgemäß von einem Oldtimer zu Start
geschleppt wird.
Und
hier bei der Landung. Deutlich sieht man die durchscheinenden Flächen.


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Günther Hennig jun.
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Stand: 13. September 2003.