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 Moswey 3

Georg Müller Flugzeugbau

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Der Name Moswey und seine Bedeutung:

In der Mundart des Züricher Oberlandes wurde früher der Mäusebussard als Maus-Weihe oder Mousweye und schließlich als Moswey bezeichnet.

Dies hat Georg Müller, der in dieser Gegend aufgewachsen ist, seinerzeit Rene Compte erzählt.

Die Fotos stammen teilweise aus der Sammlung von Lukas Schaub.

Moswey Segelflugzeuge - schon bald eine Legende?

Ing. Georg Müller Walter Hegetschweiler Im früheren Wald Flugzeugbau begann Ing. Georg Müller (links) schon bald nach 1930 die durch geringe Spannweite gekennzeichnete Moswey-Serie. Rechts im Bild ist Walter Hegetschweiler der Inhaber des Moswey Segelflugzeugbaus.


 

 


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Der Moswey 1 war ein Übungssegler, ein abgestrebter Hochdecker von 13,25 m
Spannweite, 13 m2 Flügelfläche und einem Seitenverhältnis von 13,6. Die Weiterentwicklung Moswey 2 kam 1935 heraus und erwies sich für die damalige Zeit als hervorragendes Leistungssegelflugzeug. Im Gegensatz zu Moswey 1 war das zweite Baumuster ein freitragender Mitteldecker mit 13,8 m Spannweite. Es stellte die Siegermaschine bei den Schweizer Segelflugmeisterschaften 1941 und beim Forschungslager auf der Parsenn 1941. Neben ihrer besonderen Eignung für Streckenflüge war sie vor allem für den Kunstflug bestimmt. In Deutschland wurde der Moswey 2 durch ihre Teilnahme im Internationalen Rhön-Wettbewerb 1937 auf der Wasserkuppe bekannt. 1939 gründete Müller sein eigenes Flugzeugwerk in Horgen am Züricher See. Bei der Moswey 2 A wurde die Spannweite von 13,80 m auf 15,50 m vergrößert zur Erzielung eines besseren Seitenverhältnis Wertes, 18,2 statt 15,7. Der allgemeine Aufbau blieb jedoch gleich. Der 1942 entwickelte Moswey 3 war vorwiegend für unbeschränkten Kunstflug bestimmt. Demgemäß wurde die Spannweite auf 14 m verringert. Sie blieb aber lange Jahre auch das beste Leistungsflugzeug der Schweizer. Mit Moswey 3 wurden in den ersten Nachkriegsjahren fast alle Schweizer Rekorde verbessert. Siegbert Maurer gelang am 21. April 1948 die erste Süd-Nord-Überquerung der Alpen im Segelflugzeug, als er von Locarno nach Basel segelte. Beim ersten internationalen Wettbewerb 1948 in Samedan flogen die Schweizer Alwin Kuhn, Siegbert Maurer, Karl Ruckstuhl diesen Typ. Kuhn wurde dabei Dritter unter den 28 internationalen Teilnehmern und Siegbert Maurer stellte den ersten Weltrekord im 100 km-Dreiecksflug auf. Noch 1950 bei der Weltmeisterschaft in Schweden und 1952 in Spanien flogen Schweizer Teilnehmer mit der Moswey 3. In Madrid belegte Kuhn auf dem damals schon älteren Typ unter 39 Teilnehmern den 8. Platz.  Alle Erfahrungen aus Moswey 2 und Moswey 3 verwertete Georg Müller 1949/50 in der Weiterentwicklung Moswey 4, in der er eine wesentliche Steigerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und der allgemeinen Festigkeit anstrebte. Es wurde das Flugzeug, mit dem Rene Comte jahrelang seine großen Erfolge in der Schweiz, in Amerika und Südafrika erzielte. Den Prototyp flog Rene Comte am 25. Juni 1950 ein und startete kurz darauf mit dieser Neukonstruktion bei den Weltmeisterschaften in Schweden.  Gleichzeitig entstanden eine Ausführung Moswey 5 und der Doppelsitzer Moswey 6 mit 19 m Spannweite, den Siegbert Maurer während der  Weltmeisterschaft 1950 in Örebro einsitzig flog. Das Interessante an dieser Entwicklungsreihe nach dem Kriege war die Tatsache, daß viele Einzelteile unter sich ausgetauscht werden konnten, was bei Gruppen lebhaft begrüßt wurde.


Georg Müller ist leider 1969 verstorben, und damit hat diese langjährige erfolgreiche Serienentwicklung ihr Ende gefunden.


Die Fotos stammen teilweise aus der Sammlung von Lukas Schaub.

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Günther Hennig jun.
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Stand: 03. März 2007.