| Orlik II(I), für die Olympiade entworfen... |
Zur Schaffung eines Einheitssegelflugzeuges für die Olympiade wurde von der FAI ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Zu dem technischen Wettbewerb auf dem Flugplatz von Sezze bei Rom vom 19.02. - 25.02.1939 wurden zugelassen: Deutschland DFS Meise, Mü 17-Merle, Italien AL 3, Pelicano, Polen Orlik. Die internationalen Piloten Rotter, Neßler, Schreiber, Szukiewicz, Mantelli und Bräutigam flogen dabei abwechselnd die verschiedenen Typen. Danach entschied sich die technische Kommission für die deutsche DFS Meise, von nun an auch Olympia Meise genannt. Die Orlik von Konstrukteur Antoni Kocjan kam dabei nicht zum Zuge, aus welchen Gründen auch immer - trotzdem ist sie ein beachtenswertes Stück Luftfahrtgeschichte.


Die in Amerika fliegende Orlik hat ein abenteuerliches Leben hinter sich. Für die Weltausstellung 1939 in die USA geholt, blieb sie danach durch die beginnenden Kriegswirren in Europa hier. Dort wurde sie als Schulflugzeug für Militärpiloten eingesetzt. Nach dem Krieg wurde sie aus Surplus-Beständen aufgekauft und wieder hergerichtet. Paul McCready gewann damit die US Nationals 1948 und 1949 und machte einige bemerkenswerte Überlandflüge. Er stellte auch einen Höhenweltrekord mit 9000 m in der Sierra Wave auf, der aber schon innerhalb von 24 Stunden von John Robinson in der Zanonia überboten wurde.
Cokpit und die Instrumentierung der Orlik II


Die Orlik wird gehegt und gepflegt

So sieht sie nun in Farbe aus. Die originale Haube wurde gegen eine geblasene ausgetauscht, die großen Landeklappen auf der Unterseite wurden stillgelegt und auf handelsübliche Störklappen umgerüstet. Sie wird noch regelmäßig geflogen und bereitet ihrem Eigner immer wieder schöne Stunden.


| Spannweite | 15,0 m |
| Streckung | 15,2 m |
| Profil | |
| Länge | |
| Gewicht | 245 kg |
| Gleitzahl | 24,5 |
Günther Hennig jun.
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Stand: 14. April 2001.